"Hart aber fair":Anton Hofreiter sagt kurz was

"Hart aber fair": Hauptsache auf Sendung: Moderator Louis Klamroth (Mitte) diskutiert mit seinen Gästen Fragen, denen es an Relevanz fehlt.

Hauptsache auf Sendung: Moderator Louis Klamroth (Mitte) diskutiert mit seinen Gästen Fragen, denen es an Relevanz fehlt.

(Foto: WDR/Dirk Borm)

"Hart aber fair" will den Krieg in der Ukraine diskutieren. Nur: Was bringt es, eine europäische Krise in einer rein deutschen Runde zu erörtern?

Von Nils Minkmar

Zwei Themen wollte diese Talkshow bearbeiten: Einmal die Drohungen des russischen Präsidenten, Kernwaffen einzusetzen und dann die Veröffentlichung vertraulicher Erörterungen von Offizieren der Bundeswehr zum Thema Taurus. Weit trug keines der Themen. Putin und sein Adlatus Medwedjew drohen jeden Mittwoch mit ihren Atomwaffen, es ist weder neu noch relevant. Der Leak der Planspiele ist inhaltlich unproblematisch und ansonsten ein Ärgernis. In einer idealen Welt achten alle auf die Sicherheit der Kommunikation, aber wer schon einmal im Großraumwagen der Bahn fuhr und lauschen durfte, was die Mitreisenden alles an Vertraulichkeiten verraten, wird wenig überrascht gewesen sein. Passiert halt. Beiden Fragen fehlt die Relevanz. Dennoch soll gesendet und vor allem getalkt werden.

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