Hörspiel "Antikammer":Schleudertrauma

Hörspiel "Antikammer": Wer ein Zeitgenosse ist, definiert sich in der nahen Zukunft des Hörspiels "Antikammer" vollkommen neu.

Wer ein Zeitgenosse ist, definiert sich in der nahen Zukunft des Hörspiels "Antikammer" vollkommen neu.

(Foto: Illustration: Stefanie Bemmann/WDR)

In der Hörspiel-Miniserie "Antikammer" springen Menschen durch die Zeit.

Von Stefan Fischer

Ralf, Tara und Alexander haben einen Autounfall. Sie verletzen sich dabei, kommen letztlich aber glimpflich davon. Der Grund für den Unfall: Die Elektronik des Wagens hat von einem Augenblick auf den nächsten versagt. Auch alle weiteren Geräte funktionieren nicht mehr - Smartphones, Tablets, GPS-Sender ... Auch die Vegetation sieht plötzlich anders aus.

Die drei brauchen eine Weile, um zu begreifen, was passiert ist. Offenkundig wurden sie durch die Zeit geschleudert. Zu Fuß machen sie sich auf den Weg, jedoch trennt Tara sich von den beiden Männern. Es dauert nicht lange, da ist auch Alexander verschwunden.

Einzelne können sogar individuell in eine andere Zeit springen

Alexander von Lukowitz und Benjamin Quabeck heben in ihrer vierteiligen Hörspiel-Miniserie Antikammer die Welt aus den Angeln. Zeitliche Kontinuität und eine Chronologie der Ereignisse sind keine Kriterien mehr. Ein globaler Zeitsprung - der Moment des Autounfalls - hat die ganze Menschheit um ein halbes Jahr in die Zukunft katapultiert. Einzelne Menschen können sogar individuell in eine andere Zeit springen. So überbrücken sie manchmal nur ein paar Tage, manchmal Monate oder Jahre - für sie selbst vergehen dabei nur ein paar Sekunden.

Altersunterschiede zerbröseln, Beziehungen werden disruptiv. Das vor allem interessiert die beiden Autoren dieser Science Fiction in der zweiten Hälfte ihrer Geschichte: wie die Menschen sich losgelöst von Raum und Zeit als Gesellschaft oder auch nur als Familie und Freundeskreis neu erfinden.

Antikammer, WDR 3, Montag bis Donnerstag, jeweils 19.04 Uhr.

© SZ/cag
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