"Anne Will":"Nimm das Gute"

"Anne Will": Sätze, die bei anderen naiv wären, bekommen bei der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer eine bestechende Gravitas.

Sätze, die bei anderen naiv wären, bekommen bei der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer eine bestechende Gravitas.

(Foto: Wolfgang Borrs/NDR)

Bei "Anne Will" geht es in einer deprimierenden Sendung um all die Alternativlosigkeiten in Israel. Optimistisch ist ausgerechnet die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer.

Von Nele Pollatschek

Irgendwann im Laufe dieser traurigen Sendung wird man kurz sehr wütend auf Angela Merkel. Nicht etwa aufgrund irgendeines spezifischen politischen Versagens - ehrlich gesagt erinnert man sich gar nicht daran, was die Kanzlerin im Nahostkonflikt so alles falsch gemacht hat, wobei es so einiges gewesen sein muss, schon einfach, weil ja seit Dekaden niemand mehr rausgefunden hat, wie man im Nahen Osten irgendetwas richtig macht. Sondern, weil es Angela Merkel war, die irgendwann zwischen Euro-Rettung und Stuttgart 21 das Wort "alternativlos" in alle Munde brachte, wo man es auch mehr als drei Legislaturperioden später nicht mehr wegzubekommen scheint.

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