Doch einen Interessenskonflikt spüren weibliche Kriegsreporter fast immer deutlicher als ihre männlichen Kollegen: die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Heidi Levins Kollegin Stephanie Sinclair sagt dazu: "Speziell die Frauen überlegen: Wollen wir wirklich auf Kinder verzichten? Viele von uns, die über Kriege und Konflikte berichten, müssen sich diesen Fragen stellen. Es ist schon was anderes, wenn man für Monate vom Radar verschwindet."

Levine hat die Frage klar für sich entschieden. Sie will beides: Mutterschaft und Beruf. Auch wenn es nicht immer einfach sei, die Balance zwischen beiden Sphären zu halten.

Palästinensische Jugendliche bergen aus den Trümmern der Al-Qassam Moschee in Gaza religiöse Schriften. Zwei Tage davor hatte die israelische Luftwaffe allein an einem Tag 30 Angriffe geflogen.

Bild: Heidi Levine/The National/Sipa Press 25. Juni 2015, 22:362015-06-25 22:36:13 © SZ.de/pak/doer/rus