Politikjournalismus:„Die Frage ist die einzige Chance, die man hat“

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Sie schneidet mit ungewohnter Sprachschärfe durch das Politfernsehen: „Berlin direkt“-Moderatorin Andrea Maurer. (Foto: Screenshot: ZDF)

Ihre erste Moderation bei „Berlin direkt“ im ZDF löste Entrüstung aus. Aber wie gelingt pointiertes Reden in einer spracherlahmten Öffentlichkeit? Ein Treffen mit der Hauptstadtjournalistin Andrea Maurer.

Von Marlene Knobloch

Nein, sie habe das alles „null“ geahnt. Es war ein verregneter Februartag in Berlin, insgesamt verhielt sich dieser Sonntag unauffällig zu den Wahnsinnstagen des Jahres 2024. Andrea Maurer lief also in einem leuchtend royalblauen Anzug ins ZDF-Hauptstadtstudio. Es sollte ihr Debüt werden bei Berlin direkt, einem der meistgesehenen Politikmagazine Deutschlands. An den Moderationen hat sie lange gearbeitet, alles selbst geschrieben. Kurz bevor die Sendung begann, nahm sie eine halbe Tablette für die Stimme. Um 19.10 Uhr war sie live, die braunen Haare fielen leicht geschwungen, sie wog die Moderationskärtchen in den Händen und schaute konzentriert in die Kamera. Sobald es losgeht, wird sie ruhig, sagt sie.

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