NachrufNicht nur ein Kommissar, sondern auch ein Philosoph

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Alexander Held im Jahr 2018.
Alexander Held im Jahr 2018. imago/Mary Evans

Der Schauspieler Alexander Held verlieh seinem Schaller in „München Mord“ unwiderstehlichen Retro-Charme und spielte Nazis in „Schindlers Liste“ oder „Sophie Scholl“. Nun ist er mit 67 Jahren gestorben.

Von Christine Dössel

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Auf die Intuition von Herrn Schaller war Verlass. Wenn der eigenwillige Kriminalhauptkommissar in seinem Columbo-Gedächtnis-Trenchcoat diesen gewissen Blick aufsetzte, als sei gerade ein Geist in ihn gefahren, und er sich dann auf den Boden legte oder mit unsichtbaren Feinden kämpfte oder sich anderweitig in einen Toten und dessen letzten Stunden hineinversetzte, dann mochten ihn Außenstehende für ein bisschen plemplem halten. Sein Team und wir Zuschauer aber wussten: Jetzt hat „der Ludwig“, von manchen nicht ganz grundlos „der Irre“ genannt, wieder eine Vision, und die wird am Ende zur Aufklärung der Tat führen, so wie in jeder Folge der ZDF-Serie „München Mord“, deren kauziger Chefermittler er war.

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