Oder er hier: Hat Heino nicht gerade erst alle Kritiker Lügen gestraft, die völlig verblendet davon ausgingen, die blondierte Schlager-Legende ("Schwarzbraun ist die Haselnuss, schwarzbraun bin auch ich") habe ihre Zeit längst hinter sich und sei immer schon das "Aushängeschild der deutschen Hässlichkeit" (O-Ton Campino) gewesen? Sein neues Album "Mit freundlichen Grüßen", auf dem der als Heinz Georg Kramm geborene Zahnarztsohn Lieder von den Ärzten bis zu Rammstein covert, beförderte ihn erstmals in seiner 50-jährigen Karriere auf Platz 1 der deutschen Album-Charts. Gleichzeitig habe er den musikalischen "Kollegen, die ihn jahrelang veräppelt haben, einfach auch mal einen Spiegel vorhalten" wollen, verkündete sein Manager zur Motivation des 74-Jährigen. Ätsch, nämlich. Und das ZDF hilft ihm dabei, seinen schwarzbraunen Bariton mit aller Kraft unters Volk zu bringen, in möglichst jugendlicher Verkleidung, mit Lederjacke und Totenkopfring, und das schon am frühen Morgen, wie hier etwa in der hippen Frühstückssendung "Volle Kanne" (im Bild).

Bild: picture alliance / dpa 27. März 2013, 11:112013-03-27 11:11:00 © SZ.de/rus/cag/gba/kjan