Wohnen und Design»Architektur ist ein Lebewesen«

Aus Heft 39/19

Lesezeit: 8 Min.

Tadao Andō, geboren 1941 in Osaka, ist einer der wenigen Autodidakten unter den Star-Architekten.
Tadao Andō, geboren 1941 in Osaka, ist einer der wenigen Autodidakten unter den Star-Architekten. Foto: Kinji Kanno

Mit Umbauten historischer Gebäude ist der Japaner Tadao Andō bekannt geworden. Im Interview verrät er, was ein Gebäude braucht, damit man immer wieder dorthin zurückkehren möchte. 

Interview: Laura Weissmüller Foto: Kinji Kanno

Der Architekt, der auf der ganzen Welt spektakuläre Museen, Kirchen und Wohnhäuser gebaut und dafür viele Auszeichnungen bekommen hat, unter anderem die höchste der Architekturwelt, den Pritzker-Preis, hält offenbar nichts von Opulenz für sich selbst. Das Klingelschild seines minimalistischen Betonbaus in einem Geschäftsviertel von Osaka findet man kaum. Tadao Andō, der in Japan wie ein Popstar verehrt wird, sitzt vor einer Tasse grünem Tee und signiert Autogrammkarten. An der Wand hängt ein roter Boxhandschuh. »Lassen Sie uns für das Interview den Highway nehmen«, ordnet er an.

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