Wohnen und DesignAstreine Möbelstücke

Aus Heft 39/23

Lesezeit: 8 Min.

Ein Stuhl, dem man schon ansieht, was er wird – fertig ist er noch nicht.
Ein Stuhl, dem man schon ansieht, was er wird – fertig ist er noch nicht. Foto: Chris Webb

So verrückt, wie die Idee klingt, ist sie nicht: Möbel, die aus Bäumen wachsen. Ein Besuch im Stühlegarten.

Von Gabriela Herpell

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Warum, fragte sich Gavin Munro, müssen wir Bäume, die dreißig, vierzig, fünfzig Jahre lang gewachsen sind, Bäume, die unsere Luft reinigen, Bäume, in denen Vögel nisten und in deren Wurzelwerk Würmer und Käfer leben, warum müssen wir diese Bäume fällen, sie auseinandersägen, in immer kleinere Teile zerlegen, um sie dann wieder zusammenzuschrauben, zu Tischen, Stühlen, Schränken, Lampen, Bilderrahmen? Wäre es nicht ein­facher und vor allem umweltschonender, die Bäume gleich zu Möbeln wachsen zu lassen? Die Produktionsstätte wäre das Feld, die Möbel müsste man nur noch ernten.

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