WM-Stilkritik 2006Stilkritik

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Folge 27: Weiterfeiern

Von: Sebastian Glubrecht

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Sicher könnten wir nun die Farben rot und gelb ablegen, fortan ausschließlich schwarz tragen, die neue Fahne im Keller verstauen und mit gesenktem Kopf dem deutschen Ernst verfallen. Aber wie heißt es in jener legendären Stadionhymne so schön: „Scheißegal, scheißegal, scheißegal!“ Unsere Jungs haben Spielfreude gezeigt, das Spiel ist aus, bleibt immer noch die Freude. Selbst Oliver Kahn lächelt häufiger, seit er nicht mehr im Tor stehen muss. Während die Italiener im Finale zittern, sollten wir uns um die Italienerinnen kümmern. Wenn die Franzosen im Endspiel weiche Knie bekommen, könnten unsere Schultern den Französinnen Halt geben. Das gilt auch für die Gastgeberinnen: Nie brauchte ein Italiener Mutterinstinkt dringender als nach einem verlorenen Endspiel, selten ist ein Franzose so attraktiv wie nach einem Sieg im Finale. Also ran an die Gäste – es lebe die Völkerfreundschaft! Foto: dpa

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