WM-Stilkritik 2006Stilkritik

Aus Heft 23/06

Lesezeit: 1 Min.

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Folge 4: Das deutsche Trikot

Von: Kerstin Greiner

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Von heute an gilt der Ernstfall in unserem neuen Trikot, vorher aber wären noch zwei Auffälligkeiten zu besprechen: das schwarz-rot-goldene Geschlängel an den Seiten sowie technische Neuerungen in Schnitt und Stoff, die kaum einer versteht, den Hersteller aber sehr stolz machen – eine hoch funktionelle „Climacool-Qualität“ zum Beispiel und ein Schnitt, der geringen Energieverbrauch gewährleisten soll. Bei der Gestaltung gab es dagegen Abstriche: Während das englische Nationalhemd von Armani und das italienische von Prada-Designer Neil Barret entworfen wurden, nahm sich des deutschen Trikots schlicht ein so genanntes „Innovations-Team“ an. Laut diesem soll das nationalfarbene Geschlängel, das wie ein zartes Feuer über den Lenden der Spieler hochzuzüngeln scheint, dynamisch wirken und der ganzen Welt sagen: Schau mal, wie weltoffen und leichtfüßig deine neuen Freunde sind, so modern wie eine Computergrafik! Klar, dass so eine dynamische Linie am liebsten von Leuten getragen wird, die, um mit Klinsmann zu sprechen, „Gas geben“ und das „Näschen vorn“ haben. Und hat nicht auch Klinsmann viele technische Neuerungen eingeführt, die kaum einer versteht? Irgendwie wird sich unser Team damit schon durchschlängeln. Bild: dpa

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