WissenWie man es schafft, endlich loszulassen

Lesezeit: 4 Min.

Foto: iStock / anyaberkut

An schmerzhaften Beziehungen, unrealistischen Zielen oder überflüssigen Gegenständen festzuhalten, kann einen stark blockieren. Die Psychotherapeutin Irmtraud Tarr erklärt, wie man es schafft, sich von Ballast zu befreien – auch wenn dafür Mut nötig ist.

Interview: Stephan Reich

SZ-Magazin: Warum fällt das Loslassen oft so schwer?
Irmtraud Tarr: Den Klammerreflex haben wir schon als Baby, wir greifen und halten instinktiv fest. Das bleibt als das Bedürfnis, an Dingen festzuhalten, in uns. Aber das Loslassen, die kleinen und großen Abschiede, müssen wir erst lernen. Loslassen heißt beenden, abbrechen, aufhören. Das hat eine negative Konnotation, es erinnert ans Abschiednehmen, ans Aufgeben oder Scheitern. Und das steht auch in Kontrast zu dem, was uns anerzogen wird: Beharrlichkeit, Ausdauer, Durchhaltevermögen.

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