Vor neun Jahren ist der »Mietenwahnsinn« zum ersten Mal in Deutschland aufgetaucht, damals haben Aktivisten in Hamburg eine Initiative gegründet: »Mietenwahnsinn stoppen!«. Danach war der Begriff immer öfter zu lesen, erst auf Demo-Transparenten, dann auf Buchdeckeln und immer häufiger auch in Zeitungsartikeln, mal in Anführungszeichen, mal ohne. Heute ist er etabliert und allgegenwärtig, und in diesem Punkt sind sich Aktivisten, die Wohnen als Menschenrecht bezeichnen, und Michael Zahn, der damit sein Geld verdient, ausnahmsweise einig: »Mietenwahnsinn« ist eine erfolgreiche Formulierung. Für die einen beschreibt er real existierendes Unrecht – für den anderen ist er »ein politischer Kampfbegriff, der eine unglaubliche Karriere gemacht hat«.
WirtschaftHäuserkampf
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Wohnen muss jeder – und für manche ist das ein Milliardengeschäft. Die Deutsche Wohnen ist gerade in den Dax eingezogen, während viele ihrer Mieter fürchten, ausziehen zu müssen. Wie ein Konzern über das Zuhause von Hunderttausenden bestimmt.
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