UnikateMeissenerwerk

Aus Heft 45/06

Lesezeit: 1 Min.

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Unikat No. 23

Von: Jan Heidtmann

M

Mit dem Titel Der Vorleser bringt man bislang nur das Buch von Bernhard Schlink über die Liebesgeschichte zwischen dem 15-jährigen Michael Berg und der 20 Jahre älteren Straßenbahnschaffnerin Hanna Schmitz in Zusammenhang. Nun ist ein neues Kunstwerk hinzugekommen, diese Figur, die aussieht wie ein geschickt gefaltetes Origami. Tatsächlich ist sie aus Porzellan, gefertigt von einer Firma, die zwar für wertvollste Teller und Tassen steht, kaum aber für Literatur: die staatliche Porzellan-Manufaktur Meissen. Neben Material und Farben ist an diesem Vorleser vor allem faszinierend, wie man sich in Meißen den Akt des Vorlesens vorstellt. Man kennt das ja noch von den Eltern, wie sie neben dem Bett hockten. Oder von der Freundin, die montags am Küchentisch aus dem Spiegel vorlas. In Meißen ist das anders. Dort wird mit leicht vorgebeugtem Körper und angewinkeltem Bein vorgelesen. Im Gehen. Das ist modern und schön anzusehen. So hätte Michael Berg bestimmt auch die Liebe einer weniger verhängnisvollen Liaison entflammt.

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