TiereSein größter Akt

Aus Heft 22/24

Lesezeit: 21 Min.

Kaps Gene sind ­besonders wertvoll – aber der Jüngste ist er nicht mehr. In diesem Frühjahr bekommt er ein neues Weibchen an seine Seite.
Kaps Gene sind ­besonders wertvoll – aber der Jüngste ist er nicht mehr. In diesem Frühjahr bekommt er ein neues Weibchen an seine Seite. Theodor Barth

Der Eisbär Kap ist wegen seiner Gene einer der wichtigsten Europas – gerade soll er im Karlsruher Zoo ein Weibchen begatten. Dabei geht es nicht nur um ein süßes Eisbärenbaby für die Besucher – sondern auch um den Erhalt einer Art, die zum Wappentier des Klimawandels geworden ist.

Text von: Nicola Meier Fotos: Theodor Barth

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Wenn er nur rüberkönnte! Kap, der Eisbär, dreht sich vor einer dicken Glasscheibe um die eigene Achse. Er reckt den Kopf mit der gewaltigen schwarzen Nase in die Höhe, öffnet sein Maul. Er hechelt, schnüffelt. Er flehmt, so heißt es, wenn ein Eisbär Witterung aufnimmt. Eisbären können extrem gut riechen, in freier Wildbahn wittern sie ihre Beute über viele Kilo­meter hinweg. Und hier, im Revier Lauterberg des Karlsruher Zoos, riecht Kap sehr genau, dass nebenan im Gehege ein neuer Eisbär herumläuft. Genauer: ein Eisbärweibchen.

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