TechnikDer Mann, der uns vor unseren Handys retten will

Aus Heft 51/21

Lesezeit: 9 Min.

Dries Depoorter und sein Arbeitsplatz. Seine Hochschule nahm die Kunst zu ernst, fand der Belgier. Eines seiner Projekte: Eine Web­seite, auf der man virtuell Monet-­Gemälde ­verprügeln kann.
Dries Depoorter und sein Arbeitsplatz. Seine Hochschule nahm die Kunst zu ernst, fand der Belgier. Eines seiner Projekte: Eine Web­seite, auf der man virtuell Monet-­Gemälde ­verprügeln kann. Jakob Schnetz

Gekaperte Überwachungskameras, zweckentfremdete Tinderfotos und vorgeführte Politiker: Dries Depoorter schafft mit Tricks von Programmierern und Hackern digitale Kunst, die humorvoll zeigt, wie verloren wir alle im Netz sind.

Von Marc Baumann Fotos: Jakob Schnetz

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Wie hält man einen Zombie auf? Glaubt man Kinofilmen, helfen Äxte, Schrotflinten und Samuraischwerter ganz gut. Aber was tun gegen Hunderte Millionen Smartphone-Zombies? Den Kopf vertieft ins Display, gelenkt von fiesen Algorithmen, läuft die Menschheit wie ferngesteuert durch die Welt. Es gibt im Langenscheidt-Lexikon ein eigenes Wort dafür: »Smombies«, im Englischen kennt das Cambridge Dictionary den Begriff »Dumbwalking«. Der Künstler Dries Depoorter will uns wachrütteln – nicht mit der Axt, sondern mit kluger Kunst. So funktionieren die Arbeiten des 30-jährigen Belgiers: Man betrachtet sie erstaunt, amüsiert sich darüber – und bemerkt dann, wie Dries Depoorter uns allen einen großen Spiegel vorhält.

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