Es dauert noch ein halbes Jahr, bis Taylor Swift nach Deutschland kommt, aber meine Tochter freut sich jetzt schon. Meine Tochter ist 16 Jahre alt. Ich kenne allerdings auch erwachsene Frauen, die sich bereits regelmäßig treffen, um zur Konzertvorbereitung Taylor-Swift-Freundschaftsbänder zu basteln. Die bestehen aus mit Buchstaben bedruckten Perlen, aus denen man Swift-bezogene Wörter bildet: »Lover«, »Fearless« oder »Cat«. Manche dieser Begriffe sind einfach Album-Titel, für andere muss man in die Swiftness tief einsteigen, um den Zusammenhang zu verstehen. Das reicht bis zu den Namen von Frisuren, die Swift vor Jahren trug – »Bleachella Stan« (ich weiß nicht, was für eine Frisur das ist, ich habe es nur gelesen). Diesen Teil der Swift-Kultur macht meine Tochter nicht mit, was mich eigentlich erleichtert. Freundschaftsbänder erinnern mich an Wolfgang Petry, diesen zotteligen Schlagersänger. Aber merkwürdig ist doch, wie wenige Züge einer jugendlichen Subkultur das Swiftie-Sein hat. Außer den Armbändern nämlich gar keine sichtbaren.
Taylor, meine Töchter und ichDas beste Vorbild für meine Töchter
Lesezeit: 4 Min.

Taylor Swift hat nicht nur im Alleingang eine ganze Branche umgekrempelt. Sie hat sich dabei auch noch alle Eigenschaften behalten, die Frauen gerne als Schwäche ausgelegt werden.
E