SZ-Diskothek»Ich habe die Seele der Musik gespürt und die Poesie des Blues«

Aus Heft 51/17

Lesezeit: 15 Min.

Foto: Matthias Ziegler

In mehr als fünfzig Jahren hat der Sänger Van Morrison ein einzigartiges Werk aus Blues, Soul und Jazz erschaffen. Im Interview schildert er, was er sich von seinen Idolen abgeschaut hat, welche Kämpfe hinter seinem berühmtesten Album stecken - und was ein Bierkeller in Heidelberg damit zu tun hat, dass er immer noch Musik macht.

Interview: Johannes Waechter

Es gibt die Musik von Van Morrison, es gibt den Menschen - und beides ist manchmal nicht leicht zusammenzubringen. Auf rund fünfzig Alben und Tausenden von Konzerten hat er ein Gesamtwerk entwickelt, das in seiner Tiefe und seinem emotionalen Facettenreichtum nur mit Bob Dylan und Neil Young vergleichbar ist; anders als bei Dylan und Young liegt Morrisons musikalischer Ausgangspunkt aber nicht im Folk und Rock, sondern in der Blues- und Soulmusik seiner Vorbilder Ray Charles und Bobby »Blue« Bland. Dabei singt er über so unterschiedliche Themen wie Liebe und Leid, die Suche nach Erlösung, mystische Naturerlebnisse und die Sehnsucht nach der Vergangenheit - aber auch über die Kehrseite des Ruhms und lästige Nebeneffekte des Musikerdaseins.

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