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Aus Heft 37/11

Lesezeit: 1 Min.

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Unsere Städte sind grau von Abgasen. Noch. Zum Glück kommt jetzt die Ära der Elektroautos. Die neuen Modelle haben wir schon mal in den Staub der alten Benzinschleudern gezeichnet.

Von: Paul »Moose« Curtis

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Kluge Karre : Der BMW i3 soll eine »intelligente Art der Fortbewegung« möglich machen. Er hat 170 PS, fährt 150 Stundenkilometer, und Teile der Innenraumausstattung sind aus Naturfasern. So eine schmutzige Wand wie diese hier wird der i3 nicht hinterlassen - er hat null Emission. Wann der i3 zu kriegen ist, wird auf der IAA in Frankfurt bekannt gegeben. Preis: noch unbekannt.
Kluge Karre: Der BMW i3 soll eine »intelligente Art der Fortbewegung« möglich machen. Er hat 170 PS, fährt 150 Stundenkilometer, und Teile der Innenraumausstattung sind aus Naturfasern. So eine schmutzige Wand wie diese hier wird der i3 nicht hinterlassen - er hat null Emission. Wann der i3 zu kriegen ist, wird auf der IAA in Frankfurt bekannt gegeben. Preis: noch unbekannt. Pressebild
Liebes Geschoss:  Der Tesla Roadster kommt ursprünglich aus Kalifornien. Er ist die Sportversion unter den Elektroautos und wird schon seit drei Jahren in Serie produziert. Er fährt 200 Stundenkilometer, seine Reichweite liegt, je nach Fahrstil, zwischen 200 und 500 Kilometern. Die europäische Version kostet allerdings an die 120 000 Euro.
Liebes Geschoss: Der Tesla Roadster kommt ursprünglich aus Kalifornien. Er ist die Sportversion unter den Elektroautos und wird schon seit drei Jahren in Serie produziert. Er fährt 200 Stundenkilometer, seine Reichweite liegt, je nach Fahrstil, zwischen 200 und 500 Kilometern. Die europäische Version kostet allerdings an die 120 000 Euro. Pressebild
Gutes Gefährt : Der Nissan Leaf wird von schnell ladenden Lithium-Ionen-Akkus angetrieben, das bedeutet eine Reichweite von 175 Kilometern. Der Akku kann in weniger als 30 Minuten auf bis zu achtzig Prozent seiner Kapazität geladen werden. Das Auto kann man seit einem Jahr kaufen, Preis: 35 000 Euro.
Gutes Gefährt: Der Nissan Leaf wird von schnell ladenden Lithium-Ionen-Akkus angetrieben, das bedeutet eine Reichweite von 175 Kilometern. Der Akku kann in weniger als 30 Minuten auf bis zu achtzig Prozent seiner Kapazität geladen werden. Das Auto kann man seit einem Jahr kaufen, Preis: 35 000 Euro. Pressebild
Sauberer Stadtflitzer an schmutziger Mauer : Das Elektroauto von Renault heißt Twizy, ein Zweisitzer, der bis zu 80 Stundenkilometer schafft. Wenn er dreieinhalb Stunden an der Steckdose hing, kommt er 100 Kilometer weit. Die abgespeckte Twizy-Version darf man schon ab 16 Jahren fahren. Vorbestellungen dieses Jahr, Auslieferung 2012, Preis: ab 6990 Euro.
Sauberer Stadtflitzer an schmutziger Mauer: Das Elektroauto von Renault heißt Twizy, ein Zweisitzer, der bis zu 80 Stundenkilometer schafft. Wenn er dreieinhalb Stunden an der Steckdose hing, kommt er 100 Kilometer weit. Die abgespeckte Twizy-Version darf man schon ab 16 Jahren fahren. Vorbestellungen dieses Jahr, Auslieferung 2012, Preis: ab 6990 Euro. Pressebild

Reverse Graffiti«, umgedrehte Graffiti, nennt sich die Kunst, dreckige Oberflächen so geschickt sauber zu machen, dass Bilder entstehen: Man braucht dazu Schablonen, einen Hochdruckreiniger sowie mehrere hundert Liter Wasser. Und einen fähigen Künstler: Wir haben Paul »Moose« Curtis und seinen Kollegen Marc Cameron aus England eingeladen, vier Tage lang saubere Elektroautos auf schmutzige Wände in München zu sprühen, wie hier in Nähe der Münchner S-Bahn-Station Langwied:

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Das Reverse-Graffiti-Bild entsteht, indem Paul Curtis eine schmutzige Wand partiell reinigt. Diese Graffiti sind umweltfreundlich, weil man keine Sprühfarbe verwendet; sie halten zwischen sechs Wochen und einem halben Jahr. Paul »Moose« Curtis arbeitet mit unterschiedlichem Wasserdruck und bis zu drei verschiedenen Schablonen pro Bild für die Schattierungen. Außerdem mit vielen Helfern, die die Schablonen halten. Dieses Bild entstand an einer Wand einer Lkw-Waschanlage am Münchner Schlachthof:

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Nicht jeder Schmutz eignet sich für ein Reverse-Graffiti-Bild, auch nicht jeder Untergrund. Der Grund darf nicht porös sein, der Schmutz sich nicht zu leicht entfernen lassen. Bei diesem Auto hat Paul »Moose« Curtis ohne Schablonen gearbeitet, nur mithilfe einer Projektion. Die Form des Wagens hat er mit kleinen Ästen, Lappen und einer Bankkarte ausgeschabt. Der Tank steht in der Nähe des Münchner Flauchers.

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Unsere Reverse-Graffiti-Bilder sind zwischen 1,50 Meter und 4 Meter hoch, sie zeigen etwa achtzig Prozent der Größe eines echten Autos. Bei seinen Bildern in London schaut Moose immer wieder mal vorbei und verschönert sie ein wenig, wenn sie vom Regen verwaschen sind. Irgendwann aber sind sie ganz weg. Dieses Reverse Graffito entstand auf einer Wand beim Münchener Open-Air-Kino im Viehof:

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Graffiti: Paul »Moose« Curtis, Konzept: Marc Cameron und Paul »Moose« Curtis, Redaktion: Till Krause, Fotoassistenz: Michelle Mantel; Mitarbeit: Anita Hirschbeck, Mirjam Klessmann, Antonia Schäfer, Gregor Wildermann. Dank an Bietsch Dienstleistungen, die Kessel GbR, Deutsche Bahn, Landeshauptstadt München.

Fotos: Rafael Krötz

ist einer der bekanntesten Reverse-Graffiti-Künstler und gilt auch als Erfinder dieser Straßenkunst. Die Idee dafür sei ihm gekommen, als er als Küchenhilfe in einem Restaurant Töpfe spülte und ein Fleck an der Wand seine Gedanken in Schwingung versetzte. Unser Film auf der »SZ- Magazin«-App zeigt, wie Paul Curtis die Bilder für diese Fotostrecke geschaffen hat.  

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