Sport»In Paris rief das ganze Stadion: Equal Pay! Equal Pay!«

Aus Heft 28/23

Lesezeit: 10 Min.

Für ihn zählen im Gerichtssaal nicht nur Argumente, es zählt auch der Unterhaltungswert: Jeffrey Kessler, hier in seinem Büro in New York, mag die große Bühne.
Für ihn zählen im Gerichtssaal nicht nur Argumente, es zählt auch der Unterhaltungswert: Jeffrey Kessler, hier in seinem Büro in New York, mag die große Bühne. Foto: Jeremy Liebman

Frauen verdienen im Sport fast immer weniger als die Männer. Der New Yorker Sportanwalt Jeffrey Kessler will das nicht hinnehmen. Den US-Fußballerinnen hat er schon entscheidend geholfen. Ein Gespräch über Gerechtigkeit.

Interview: Astrid Probst und Brigitte Wenger

Fühlen sich Sportlerinnen und Sportler in den USA ungerecht behandelt, rufen sie gern Jeffrey Kessler an. Der New Yorker Anwalt vertritt vor allem Sportstars, die wegen ihres Geschlechts oder Körpers diskriminiert werden. Unser Gespräch findet per Video statt. Als er auf dem Bildschirm auftaucht, ist es bei ihm halb sechs Uhr am Morgen. Kessler sieht nicht müde aus, er sitzt schon im Anzug in einem Hotel in Boston vor zugezogenen Vorhängen. Eine gute Stunde Zeit habe er, dann müsse er weiter zu einer Mediation.

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