SportDer Mann hinter der Linie

Aus Heft 1/19

Lesezeit: 18 Min.

Bernd Stange war schon Nationaltrainer in der DDR, dem Oman, dem Irak, Weißrussland und Singapur. Die syrische Nationalelf trainiert er seit knapp einem Jahr.
Bernd Stange war schon Nationaltrainer in der DDR, dem Oman, dem Irak, Weißrussland und Singapur. Die syrische Nationalelf trainiert er seit knapp einem Jahr. Armin Smailovic

Der Deutsche Bernd Stange trainiert die Fußball-Nationalmannschaft in Syrien – trotz Krieg, Diktatur und Korruption. Warum tut er das?

Von Moritz Baumstieger Fotos: Armin Smailovic

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Der Irrsinn des Landes, das halb im Krieg und halb im Frieden lebt, verdichtet sich manchmal in wenigen Augenblicken. In der syrischen Küstenstadt Jableh fängt gleich die zweite Halbzeit an. Zu Gast ist al-Dschaisch, der Fußballverein der Armee aus Damaskus. Gastgeber ist der Sporting Club von Jableh, das sich »Stadt der Märtyrer« nennt. Hier lebt die Minderheit der Alawiten, zu der auch der Diktator Baschar al-Assad gehört. Kaum ein Ort in Syrien verlor mehr Söhne, Väter, Ehemänner im Kampf für den Präsidenten, den die andere Hälfte des Landes stürzen wollte. Plakate mit Bildern der Toten säumen die Straßen.

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