Ein Interview, in dem der Regisseur nichts sagt und doch alles verrät.
Viele Ihrer Filme kennzeichnet eine schnelle Bilderflut, eine Art Zeitraffer-Ästhetik. Ist Ihnen die Realität zu langsam? Pressebild
In Ihrem neuen Film geht es um eine illegal operierende Bank. Was haben Sie gedacht, als das Finanzsystem zusammenbrach? Pressebild
Wenn man den Film gesehen hat, könnte man fast meinen, Sie würden gern den nächsten James Bond drehen. Ertappt? Pressebild
Stimmt, Sie haben sich in Hollywood ja noch nie besonders wohlgefühlt. Was stört Sie dort eigentlich am meisten? Pressebild
Aber als damals nach Lola rennt plötzlich Dustin Hoffman bei Ihnen angerufen hat, haben Sie sich schon gefreut, oder? Pressebild
Wie erteilt man einem Hollywood-Star Anweisungen? Pressebild
Aber mit Natalie Portman verstehen Sie sich ja sehr gut. Kann Freundschaft auch mit einem Weltstar funktionieren? Pressebild
Sie haben sich mal wieder an einem Episodenfilm beteiligt, diesmal zur deutschen Gegenwart. Wie ist denn die Lage der Nation? Pressebild
Über Sie wurde oft geschrieben, Sie hätten das deutsche Kino erneuert. Müssen sich die deutschen Filmschaffenden bei Ihnen bedanken? Pressebild
Name: Tom Tykwer Geboren: 23. Mai 1965 in Wuppertal Beruf: Regisseur und Produzent Ausbildung: Philosophiestudium an der Freien Universität Berlin Status: Seit Lola ein Renner Tom Tykwer legt Wert aufs Detail – bei seinen Filmen, für die er sogar die Musik selbst komponiert, und auch bei unserem Interview. Er denkt gründlich über seine Posen nach und zieht eine zurückhaltende Miene ausladenden Gesten vor. Überhaupt sah Tykwer schon immer lieber anderen beim Schauspielen zu. Mit 16 arbeitete er in einem Programmkino als Vorführer, später leitete er in Berlin-Kreuzberg selbst eines. Weil ihn sämtliche deutsche Filmhochschulen ablehnten, assistierte er verschiedenen Regisseuren bei Filmproduktionen. Nach den preisgekrönten Filmen Lola rennt und Das Parfum ist soeben sein neuer Film The International angelaufen.