Sagen Sie jetzt nichtsSagen Sie jetzt nichts, Karl Bartos

Aus Heft 9/18
Spaß haben beim Musizieren und dabei die schönsten Mädchen abkriegen, ist es wirklich so einfach?
Spaß haben beim Musizieren und dabei die schönsten Mädchen abkriegen, ist es wirklich so einfach?
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Der Musiker im Interview ohne Worte über die Vorzüge des Musizierens, seine Lieblingsfarbe schwarz und die Frage, wie er den Ausstieg bei Kraftwerk verdaut hat.

G

Geboren: 31. Mai 1952 in Berchtesgaden
Beruf: Musiker
Ausbildung: Studium Klavier, Vibraphon und Schlagzeug an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf
Status: Der Zweite von links

Seit Karl Bartos Kraftwerk verlassen hat, sind 27 Jahre vergangen. Dennoch beginnt jeder Text über ihn mit dieser Referenz. Immerhin war er 16 prägende Jahre dabei, von 1975 bis 1991, als Schlagzeuger (sein Rhythmus gilt heute als mitverantwortlich für die Techno-Bewegung) und als Co-Autor berühmter Songs wie Trans Europa Express und Das Model. »Wir wollten den Wahnsinn der Zeit orchestrieren«, sagt er. Es entstand Musik mit Weltformat. Sie probten in wilden Jamsessions, auf der Bühne sah man sie mit unbewegten Gesichtern wie Roboter nebeneinanderstehen, rote Hemden, kurze schwarze Haare. Doch Ralf Hütter und Florian Schneider, die Kraftwerk 1970 gegründet hatten, zogen sich mehr und mehr von den anderen zurück. Bartos fühlte sich als »Musik-Arbeiter« und verließ die Band. Dem Sound blieb er treu. Bis heute spielt er die Lieder, an denen er mitgeschrieben hat, auf Konzerten. Dazu seine Musik, Retrofuturismus, Popmusik goes Stockhausen. Auch in seiner Autobiografie Der Klang der Maschine schreibt er viel über damals. Um mitzureden, wenn es um die Geschichte von Kraftwerk geht. Heute ist die Band ja nicht mehr nur weltberühmt, sondern - spätestens seit den Auftritten im Museum of Modern Art 2012 in New York - Kulturgut.

Fotos: Frank Bauer

Wie war die nationale Wahrnehmung von Kraftwerk in den Achtzigerjahren?
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Und wofür standen Kraftwerk?
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Was ging in Ihnen vor, als Sie die Band verließen?
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Wie verdaut man so einen Ausstieg?
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Stockhausen oder Bach?
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Denkbar, dass Sie in anderen Farben als Schwarz gekleidet sind?
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Und wie geht es Ihnen, wenn Sie heute diese Elektro-Wumms-Musik im Radio hören?
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Was macht Musik mit Ihnen?
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Wie erhalten Sie sich Ihre junge Singstimme?
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