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Aus Heft 47/25
Ihre Philosophenpose, Daniel Schreiber?
Ihre Philosophenpose, Daniel Schreiber? Paulina Hildesheim

Der Schriftsteller im Interview ohne Worte über innere Ruhe, seine Therapie-Erfahrungen und die Frage, wie viel seine Bücher wirklich über ihn verraten. 

Fotos von Paulina Hildesheim Text von Hannah Mara Schmitt

G

Geboren 17. Dezember 1977 in Waren (Müritz) 
Beruf Schriftsteller
Ausbildung Studium der Literatur- und Theaterwissenschaften in Berlin und New York 
Status Schreiber

Kann man nur zu zweit glücklich alt werden? Was bedeutet zu Hause? Wie kann man gleichzeitig zuversichtlich und verzweifelt sein? Das sind Fragen, die sich manche lieber gar nicht erst stellen. Weil die Suche nach Antworten darauf erfordert, dass man in sich hineinhorcht, dass man tief in der eigenen Seele wühlt. Andere stellen sich solche Fragen gern. Daniel Schreiber macht daraus Bücher. Er gräbt in sich selbst, geht auf Spurensuche. Was er dabei freischaufelt, setzt er immer auch in Beziehung zur Welt da draußen. So schreibt er in Nüchtern über Sucht, in Zuhause über die Suche nach dem Ort, an dem man leben möchte, in Allein über den Umgang mit Einsamkeit und die Bedeutung von Freundschaft. Seine Texte sind immer persönlich. Schreiber spricht seine Kindheit in der DDR an, queere Scham und den Tod seines Vaters. Gleichzeitig zieht er Werke aus Philo­sophie, Psychologie und Soziologie zu Rate. »So konnte man auch Texte schreiben, hatte ich immer gedacht, intellektuell, aber nicht akademisch«, schreibt er über den Stil von Susan Sontag im Vorwort zu ihrer Biografie – die er übrigens auch geschrieben hat. Jetzt erscheint sein neues Buch Liebe! Ein Aufruf. Darin erörtert Schreiber eine Idee der Liebe als politische Kraft. Und ja, was sonst könnte man dem Hass in der Welt entgegensetzen?

Was braucht es, damit Sie sich zu Hause fühlen?
Was braucht es, damit Sie sich zu Hause fühlen? Paulina Hildesheim
Sie wirken sehr in sich ruhend. Wie sieht es aus, wenn Sie mal so richtig ausrasten?
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Was würden Sie gern öfter machen, aber trauen sich nicht?
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Traurig, dass Sie Schriftsteller und nicht Professor geworden sind?
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Wer Ihre Bücher liest, hat das Gefühl, Ihnen nahezukommen. Wie viel geben Sie wirklich von sich preis?
Wer Ihre Bücher liest, hat das Gefühl, Ihnen nahezukommen. Wie viel geben Sie wirklich von sich preis? Paulina Hildesheim
Und wie überwinden Sie Schreibblockaden?
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Sie haben elf Jahre lang verschiedene Therapien gemacht und waren in lacanianischer Psychoanalyse. Was hat das mit Ihnen gemacht?
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Die wichtigste Lektion, die Sie in Ihren Zwanzigern gelernt haben?
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