Sagen Sie jetzt nichtsWie sehr vermissen Sie die FDP im Bundestag, Bärbel Bas?

Aus Heft 46/25
Wie sehr vermissen Sie die FDP im ­Bundestag?
Wie sehr vermissen Sie die FDP im ­Bundestag? Marcus Höhn

Die Bundesarbeitsministerin und SPD-Vorsitzende im Interview ohne Worte über ihre Kindheit im Ruhrpott, den Zustand ihrer Partei und die Frage, was sie von den Männern darin gelernt hat.

Fotos von Marcus Höhn Text von Moritz Ostertag

G

Geboren 3. Mai 1968 in Walsum (heute ein Teil von Duisburg)
Beruf Politikerin, SPD-Vorsitzende, Bundesministerin für Arbeit und Soziales
Ausbildung u. a. Ausbildung zur Sozialversicherungsfachangestellten und Weiterbildung zur Krankenkassenbetriebswirtin Studium Personalmanagement
Status Arbeitskraft

Kaum eine Politikerin steht im gegenwärtigen Koalitionszoff häufiger vor den Kameras als Bärbel Bas. Sie muss irgendwie das Bürgergeld reformieren, alles wird enger, manche sagen, für Menschen in Schwierigkeiten werde es jetzt brutal. Bas aber sagt, die Bedingungen würden nur leicht »angeschärft«. Klingt hart, ist aber gut gemeint. Irgendwie sitzt sie halt auch zwischen allen Stühlen: Muss sparen und gleichzeitig das sozialdemokratische Gesicht des Widerstands gegen Sozialstaatskürzungen sein. Immerhin, mit ihr hat die SPD für den Moment wieder ein bisschen Schneid zurückgewonnen. Ein Schuss Schnoddrigkeit mit Helmut Schmidt’scher Kante kam auch wieder ins Spiel, als sie Merz’ Aussagen, man könne sich den Sozialstaat nicht mehr leisten, mit einem beherzten »Bullshit« konterte. Vielleicht ist sie tatsächlich genau die Figur, die der kleingeschrumpften SPD wieder etwas Profil in bester Tradition geben kann: geboren im Ruhrgebiet, in einfachen Verhältnissen aufgewachsen, langsamer Aufstieg durch Aus- und Weiterbildungen und Studium – und sogar, heute bei Politikern rar, echte Berufstätigkeit in einer Krankenkasse, bevor es in die Politik ging. Bärbel Bas steht für ein Milieu, dessen letzte Repräsentanten man in der deutschen Politik regelrecht suchen muss. Vielleicht werden es ja wieder mehr.

Wie haben Sie als Kind den Pott erlebt?
Wie haben Sie als Kind den Pott erlebt? Marcus Höhn
Sie waren in der letzten Legislaturperiode Präsidentin des ­ Bundestags – was macht man da so?
Sie waren in der letzten Legislaturperiode Präsidentin des ­ Bundestags – was macht man da so? Marcus Höhn
Wie reagieren Sie sich nach einer langen Sitzung ab?
Wie reagieren Sie sich nach einer langen Sitzung ab? Marcus Höhn
Was wollten Sie als Kind werden?
Was wollten Sie als Kind werden? Marcus Höhn
Repräsentiert die SPD noch die Malocher?
Repräsentiert die SPD noch die Malocher? Marcus Höhn
Wie weit ist die Partei derzeit von ihrem Top-Zustand entfernt?
Wie weit ist die Partei derzeit von ihrem Top-Zustand entfernt? Marcus Höhn
Was haben Sie von den Männern in ihrer Partei gelernt?
Was haben Sie von den Männern in ihrer Partei gelernt? Marcus Höhn
Sie kommen aus der Nähe von Duisburg – zeigen Sie uns mal Ihr Ruhrgebiet-Gesicht.
Sie kommen aus der Nähe von Duisburg – zeigen Sie uns mal Ihr Ruhrgebiet-Gesicht. Marcus Höhn
Wohin sollte das nächste Sondervermögen fließen?
Wohin sollte das nächste Sondervermögen fließen? Marcus Höhn
Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur Startseite

Mehr zum Thema

SZ Stellenmarkt
:Entdecken Sie attraktive Jobs

In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: