ReiseReise ins Ungewisse

Aus Heft 6/20

Lesezeit: 22 Min.

Bevor eine Facebook-Nachricht sein Leben aus den Fugen brachte, hatte Mehdi Maturi kaum etwas ­über seine Wurzeln in Iran gewusst. Maturi lebt ­heute, eineinhalb Jahre nach seinem abenteuer­lichen Marsch, in Berlin. Dieses Foto für das ­ SZ-Magazin  wurde in Berlin-Lübars aufgenommen.
Bevor eine Facebook-Nachricht sein Leben aus den Fugen brachte, hatte Mehdi Maturi kaum etwas ­über seine Wurzeln in Iran gewusst. Maturi lebt ­heute, eineinhalb Jahre nach seinem abenteuer­lichen Marsch, in Berlin. Dieses Foto für das ­SZ-Magazin wurde in Berlin-Lübars aufgenommen. Jelka von Langen/Soothing Shade

Ein junger Mann glaubt, seine Mutter sei tot. Dann erfährt er, dass sein Vater ihn einst aus Iran nach Deutschland entführt hat – und dass die Mutter seit Jahrzehnten nach ihm sucht. Weil er nicht legal zu ihr reisen kann, will er zu Fuß über die Grenzen – die Flüchtlingsrouten in umgekehrter Richtung. Aber selbst wenn er alle Hindernisse überwindet: Was erwartet ihn am Ziel?

Von Kerstin Greiner Fotos: Jelka von Langen/Soothing Shade

E

Er hat gepackt: Damenbinden, extra saugstark. Die will er sich unter die Achseln kleben: Er würde sich lange nicht waschen können, aber er durfte nicht verlottert wirken oder nach Schweiß stinken, sonst könnte er aufgegriffen werden. Mit den Binden sollte es gehen.

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