ReiseDer Übersee

Aus Heft 22/22

Lesezeit: 20 Min.

Der See in seiner ganzen Pracht, so lieben ihn die Deutschen. Für viele Italiener dagegen ist er nur ein zweitklassiges Gewässer. Kein Wunder ­angesichts von 7600 Kilometern Meeresküste.
Der See in seiner ganzen Pracht, so lieben ihn die Deutschen. Für viele Italiener dagegen ist er nur ein zweitklassiges Gewässer. Kein Wunder ­angesichts von 7600 Kilometern Meeresküste. Daniel Delang

Kein Ort verrät mehr über die komplizierte Beziehung zwischen Deutschen und Italienern als der Gardasee. Wer braucht hier wen? Und wie hat sich das Verhältnis geändert, seit vor einem Jahr betrunkene Deutsche mit ihrem Motorboot ein italienisches Paar totgefahren haben?

Von Oliver Meiler Fotos: Daniel Delang

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Eine Ente ist keine Möwe, so viel Vogelkunde muss schon sein. Und ein See ist kein Meer, auch kein Mittelmeer, mögen an seinen Gestaden auch Zitronen wachsen. Ein See ist höchs­tens ein mare minore, ein minderes, geringeres Meer. So jedenfalls sehen es die Italiener. Sie mögen Seen nicht.

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