ReiseBei Virginia in Manhattan

Aus Heft 43/11

Lesezeit: 1 Min.

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So herzlich, als hätte man plötzlich Familie in New York.

Von: Lars Jensen

Mit ihren Gästen zusammen entdeckt Virginia Wages-Plotkin New York noch einmal neu. Ansonsten wartet sie weiterhin sehnsüchtig darauf, dass mal eine oder einer vorbeikommt, der Klavier spielt wie Hélène Grimaud.
Mit ihren Gästen zusammen entdeckt Virginia Wages-Plotkin New York noch einmal neu. Ansonsten wartet sie weiterhin sehnsüchtig darauf, dass mal eine oder einer vorbeikommt, der Klavier spielt wie Hélène Grimaud. Pressebild
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Der jüngste Gast, den Virginia Wages-Plotkin bisher aufnahm, war ein 16-jähriger Franzose, der nach New York kam, um Harry Potter zu treffen. Also organisierte Virginia Tickets für das Broadway-Musical How To Succeed In Business Without Really Trying, in dem der Potter-Darsteller Daniel Radcliffe eine Hauptrolle spielt. »Wir stellten uns an den Bühnenausgang und warteten so lange, bis der kleine Franzose durchschlüpfen konnte. Er drehte ein Video und machte ein paar Fotos mit Radcliffe und war glücklich«, erzählt Virginia.

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Ein wenig Eigennutz ist wohl dabei, wenn sie ihre Besucher begleitet. Seit Virginia Mitglied bei der Agentur Sara’s Homestay wurde, will sie die Stadt neu entdecken. 1973 war sie nach Manhattan gezogen und dachte, sie würde inzwischen jeden Winkel New Yorks kennen. Doch gleich ihr allererster Gast, eine Studentin aus Italien, die täglich Hunderte Fotos schoss, inspirierte Virginia zu mehreren Erkundungsgängen. Im Gegenzug lädt Virginia die Gäste ein, an den zahlreichen Partys der Familie Wages-Plotkin teilzunehmen. Oder mit ihren Freundinnen im Buchclub Literatur zu besprechen.

Die meisten Homestay-Touristen kommen, um Englisch zu lernen und Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Doch wenn man im Gästebuch blättert, scheint der hausgemachte Kuchen fast genauso viel Eindruck zu machen wie das Empire State Building. Wer hier übernachtet, bekommt morgens selbst gebackene Bananen-Muffins und Erdbeertorte. »Die Leute mögen mein Frühstück«, sagt Virginia. »Und es ist ja auch gastfreundlicher, etwas frisch aus dem Ofen zu holen, als es im Supermarkt zu kaufen.«

Alle Gäste, die bislang bei ihr wohnten, würde Virginia sofort wieder aufnehmen, sogar das Mädchen aus Paris, das immer so spät ins Bett ging. Nur ein Wunsch hat sich bislang nicht erfüllt: Besucher, die Klavier spielen können. Im Wohnzimmer steht ein Piano, das nach Virginias Meinung viel zu selten benutzt wird.

Kontakt: Sara’s Homestay, 1 West 34th Street,  New York, NY 10001, Tel. 001/212 /564 59 79, Eine Woche kostet 760 Euro.

Fotos: Karen Fuchs, cw-design/photocase.com; Illustration: Serge Bloch

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