Umgang mit Wut»Dampf abzulassen, wird Sie nicht weniger wütend machen«

Lesezeit: 7 Min.

Wut kann auch zur Grundlage für positive Veränderung werden, weil sie uns antreibt.
Wut kann auch zur Grundlage für positive Veränderung werden, weil sie uns antreibt. Foto: Tatiana Maksimova/Getty Images

Regt uns etwas auf, wollen wir  dem Ärger Luft machen. Doch Wut lässt sich weder durch Schimpftiraden noch durch Sport besänftigen. Die Psychologin Jennifer Parlamis erklärt, wie man seine Wut lenkt, wann sie berechtigt ist und wie man Menschen, die einen verärgern, am besten konfrontiert.

Interview von Jakob Schrenk

SZ-Magazin: Frau Parlamis, wann waren Sie zuletzt so richtig wütend?
Jennifer Palarmis: Ich war vor Kurzem in Frankreich unterwegs, für die Hochzeit von engen Freunden. Der Shuttle-Bus, der uns vom Flughafen zum Bahnhof bringen sollte, blieb liegen. Wir hätten zu Fuß weitergehen können, aber das wurde uns aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt. Ich bekam Angst, den Zug zu verpassen und das Abendessen vor der Hochzeit dann auch. Zum Glück konnten wir gerade noch rechtzeitig in ein anderes Shuttle umsteigen und haben unseren Zug erreicht.

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