Psychologie»Am Ende soll man sagen können: Mein Leben war nicht perfekt, aber gut genug«

Lesezeit: 8 Min.

Die »inneren Oma« ist warmherzig, nachsichtig und weise – und oft auch ziemlich cool.
Die »inneren Oma« ist warmherzig, nachsichtig und weise – und oft auch ziemlich cool.
Foto: Julia Ishac / Connected Archives

Wie trifft man große Lebensentscheidungen ohne die ständige Angst, etwas falsch zu machen? Die Psychotherapeutin Franca Cerutti empfiehlt einen Kunstgriff: das eigene Leben mit den Augen eines zukünftigen Ichs zu betrachten – der »inneren Oma«.

Interview von Jakob Schrenk

SZ-Magazin: Wann haben Sie zuletzt Ihre eigene »innere Oma« gebraucht?
Franca Cerutti: Mein Mann und ich haben uns entschlossen, auf längere Sicht von Deutschland nach Finnland zu ziehen. Wann genau es so weit sein wird, wissen wir noch nicht – für uns steht aber fest, dass wir diesen Schritt gehen werden. Gerade haben wir uns ein Häuschen an einem See gekauft, knapp unterhalb des Polarkreises, und verbringen dort so viel Zeit wie möglich. Es ist ein alter Traum von mir, der nun wahr wird.

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