SZ-Magazin: Frau Ashley, Sie litten selbst unter einem Burnout. Wie kam es dazu?
Claire Ashley: Aus medizinischer Sicht bin ich ein komplexer Fall. Ich war 36 und arbeitete als Hausärztin. Von mir wurde erwartet, dass ich in meinen Schichten, die bis zu zwölf Stunden dauerten, mehr als 50 Patienten betreue, insgesamt mehr als 1200. Innerhalb kürzester Zeit kippte mein Zustand von glücklich und gesund in ein totales Burnout, das etwa sechs Monate andauerte. Ich hatte vorher nie psychische Probleme gehabt und erkannte mich plötzlich selbst nicht wieder. Als mir klar wurde, dass ich ausgebrannt war, war ich bereits in einer sehr schlechten Verfassung.
Stressmanagement»Die fehlende Einsicht ist leider Teil des Burnout-Prozesses«
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Die Ärztin Claire Ashley war selbst zweimal völlig ausgebrannt. Heute berät sie Menschen, wie man Stress besser regulieren und Kontrolle über das eigene Leben zurückerlangen kann.
Interview von Lars Reichardt