SZ-Magazin: Frau Schneider, viele Menschen beschleicht sonntagabends ein flaues Gefühl, Gedanken an die Arbeit ploppen auf, der Bauch verkrampft. Dieses Phänomen hat einen Namen: »Sunday Scaries«, Sonntagsängste. Haben Sie das auch schon mal erlebt?
Eva Elisa Schneider: Ich kenne auf jeden Fall das Gefühl, dass ich im Bett liege und meine Gedanken nicht aufhören wollen zu kreisen. Das liegt oft daran, dass ich bis halb zehn mache und tue, dann nur schnell die Zähne putze und – zack – einschlafen will. Dabei ist eigentlich klar, dass das Nervensystem abends noch aktiviert ist, wenn es den ganzen Tag über nicht herunterfahren und das, was bislang geschehen ist, verarbeiten konnte.
Wenn die Arbeit Angst macht»Hilfe, morgen geht es wieder im Job los«
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Sonntagabend mit Horror auf die Arbeitswoche blicken, schlecht schlafen, ewig grübeln: Wie viel Nervosität vor Wochenstart ist normal und wann sollte man sich Hilfe holen? Eine Verhaltenstherapeutin erklärt, was man gegen »Sunday Scaries« tun kann.
Interview von Agnes Striegan