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Vor kurzem habe ich von Mono-Gemüsebrühen geschwärmt, insbesondere von Spargelwasser – hier nun ein konkretes Anwendungsbeispiel. Ein cremiges Linsenrisotto, supereinfach, schnell gekocht und gesund. Nichts entspannt mich und den Rest meiner Familie mehr nach einem langen Tag oder einer anstrengenden Reise. Auch bei den perfekten Aromakombinationen mit Spargelwasser ist das Linsenrisotto ganz vorne dabei. Das Risotto wird cremig durch Linsen und etwas Fetakäse, es braucht deshalb wenig oder eigentlich gar keine Butter.
Ich hatte Ihnen schon einmal ein Linsenrisotto vorgeschlagen, dabei ging es mir vor allem um den glücklichen Kontrast zwischen weichem Reis und knusprigen Toppings. Den Knusperaspekt übernimmt im neuen Rezept ein Löffel Chilicrunch, aber hier geht es mir mehr um die gemütliche Fülle aus Umami von Spargel, Knoblauch, Kohlrabi. Und, kleiner Trick: Sushi-Algen.
Befolgen Sie das Rezept nicht übertrieben streng, ich habe in der Regel verschiedene getrocknete Algen im Vorrat, genauso wie Salzzitronen, Risottoreis, Linsen, ein Stück Schafskäse und natürlich immer meinen Chilicrunch (manchmal auch eine gekaufte Version). Falls Ihnen etwas davon fehlt, improvisieren Sie bitte. Ich würde mich freuen, wenn Sie bei diesem unkomplizierten Rezept nicht extra wegen mir nochmal zum Einkaufen loslaufen.
Spargelwasser-Linsen-Risotto
Zutaten
- 2 Knoblauchzehen
- 1 Kohlrabi (oder zwei, wenn sie nicht übertrieben groß sind)
- 1 Norialgenblatt für Sushi (oder 1 EL Kombuflocken)
- 1 ½ l Spargelwasser (oder eine andere gute Brühe)
- Salz, Pfeffer
- 3 EL Olivenöl
- 150 g Risottoreis
- 150 g rote Linsen
- 1 Salzzitrone
- 80 g =½ Pckg Fetakäse
- 2 EL Chilicrunch (wenn ein selbst gemachter da ist, umso besser, sonst ist im Asienladen gekauft günstig und auch gut, oder von einigen kleinen Anbietern aus Deutschland nicht ganz so günstig und vielleicht noch etwas komplexer)
Zubereitung
1.
Knoblauch schälen, Kohlrabi ebenfalls schälen, kleine und mittelgroße Blätter aufheben und waschen. In breite Streifen schneiden.
2.
Noriblatt in kleine Stücke reißen, mit dem Spargelwasser aufkochen, dann warm halten (wer will kann hier auch die Kohlrabischalen mit in der Spargelbrühe kochen, dann wird der Spargelgeschmack etwas weniger, das Gesamtaroma dafür noch wuchtiger).
3.
Kohlrabiwürfel und Knoblauch mit 3 EL Olivenöl 2 Minuten dünsten. Risottoreis und Linsen zugeben unter Rühren noch 1 Minute rösten. Mit etwas Spargelwasser ablöschen, den Rest nach und nach zum Risotto geben, dabei immer wieder sanft umrühren (und darauf achten, dass die Kohlrabischalen im Brühetopf bleiben).
4.
In der Zwischenzeit die Salzzitrone klein würfeln, den Fetakäse zerbröseln. Nach 15 Minuten Kohlrabiblätter und Salzzitrone ins Risotto geben.
5.
Nach 18 Minuten sind die Linsen weitgehend zerfallen, der Reis ist bissfest. Chilicrunch und Feta unterrühren, Risotto vom Herd nehmen und zudecken. 2 Minuten ruhen lassen, dann nochmal umrühren und servieren.
Kitchenhacks – was ist wirklich wichtig für das Risotto:
Norialgen oder ein Esslöffel andere Algen gibt der Brühe und damit dem Risotto einen Umamiboost.
Zerfallende Linsen machen das Risotto cremig – auch ohne viel Butter. Wer will kann für eine vegane Version sogar den Fetakäse ganz weglassen oder durch zwei oder drei Löffel Mandelmus ersetzen.

