RAF-Mitgründerin Astrid Proll im Interview»Ich wollte einfach nicht in einer Zelle sterben«

Aus Heft 35/26

Lesezeit: 17 Min.

Blick zurück: Astrid Prolls Zeit in der RAF ist mehr als fünf Jahrzehnte her – und lässt sie immer noch nicht los.
Blick zurück: Astrid Prolls Zeit in der RAF ist mehr als fünf Jahrzehnte her – und lässt sie immer noch nicht los.
Foto: Josef Fischnaller

Astrid Proll hat die RAF mitgegründet, nun hat sie ihre Autobiografie geschrieben. Ein Gespräch über Gruppendruck in der Terror-Organisation, die Lederjacke von Andreas Baader und das Glück, früh ins Gefängnis gekommen zu sein.

Interview von Gabriela Herpell und Jakob Schrenk

SZ-Magazin: Frau Proll, dieser Tage erscheint Ihr Buch Zwischen Sturm und Stille, der Untertitel lautet: Wie ich der RAF entkam. Wie war es, auf Ihr Leben und Ihre Zeit als gesuchte Terroristin zurückzublicken?
Astrid Proll: Manchmal wollte ich nicht weitermachen, was ich angefangen hatte. Ich hatte Albträume, es kommt ja irgendwie alles zurück. Aber es war auch nicht so schlimm, wie ich befürchtet hatte. Jetzt, wo es in die Öffentlichkeit geht, befürchte ich viel mehr.

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