Politik»Man hat sich nicht um uns ­gekümmert«

Aus Heft 15/24

Lesezeit: 23 Min.

Von links: Aribert ­Martin half als GSG-9-Beamter, die »Landshut« zu befreien, Diana Müll war damals Passagierin, Gabriele von Lutzau, ehemals Dillmann, Flugbegleiterin, und Jürgen Vietor flog die Maschine als Co-Pilot.
Von links: Aribert ­Martin half als GSG-9-Beamter, die »Landshut« zu befreien, Diana Müll war damals Passagierin, Gabriele von Lutzau, ehemals Dillmann, Flugbegleiterin, und Jürgen Vietor flog die Maschine als Co-Pilot.
Ines Janas

Seit Jahren steht das 1977 entführte Lufthansa-Flugzeug »Landshut« in einem Hangar in Friedrichshafen. Ein Ortsbesuch, bei dem zwei Geiseln, der Co-Pilot und einer der Befreier über die dramatischen fünf Tage der Entführung sprechen – und über die Traumata, mit denen sie danach allein gelassen wurden.

Interview: Thomas Bärnthaler und Theresa Hein Fotos: Ines Janas

Es ist ein besonderer Freundeskreis, der sich an diesem Januarabend 2024 im Restaurant eines Hotels in Friedrichshafen trifft – 47 Jahre nachdem das Schicksal sie zusammengeführt hat: Jürgen Vietor, 82 Jahre alt, Kriegskind und ehemaliger Lufthansa-Pilot. Gabriele von Lutzau, mit Mädchenname Dillmann, ist 69 und ehemalige Flugbegleiterin. Aribert Martin, 68, ehemaliger GSG-9-Kämpfer. Und Diana Müll, 66, die damals mit gerade 19, als Schönheitskönigin, von Mallorca nach Hause flog und dann – wie die anderen drei – in ein Drama geriet, das zur Zäsur der Bonner Republik wurde und bis heute nachhallt: die Entführung der Lufthansa-Maschine »Landshut« am 13. Oktober 1977.

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