Die Digitalisierung macht auch vor dem Kreißsaal nicht Halt. Ist das gut oder schlecht? Die Hebamme Maja Böhler sagt, was sie von Wehen-Apps hält, welche Fotos werdende Väter lieber nicht ungefragt schießen sollten und warum sie Müttern empfiehlt, immer ein Ladegerät mit zur Entbindung zu nehmen.
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Ein Jahr lang erzählte Maja Böhler jeden Dienstag von ihrem Alltag als Hebamme in einem großen Krankenhaus. In ihren Geschichten wurde der Kreißsaal zum Kaleidoskop von Menschen in Extremsituationen: Böhler erzählte vom Whatsapp-Schreiben unter Presswehen; von ambitionierten Vätern, die beherzt (und splitternackt) zu ihrer Frau in die Wanne steigen, und solchen, die einfach verschwunden sind. Von 13-jährigen Müttern und 55-jährigen. Von todtraurigen Schicksalen. Vom ganzen Leben.
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Maja Böhler
könnte jetzt auch im Hosenanzug in einer Kanzlei sitzen – sie hat nämlich zunächst Jura studiert. Nach ihrem Abschluss entschied sie sich aber, ihrem Herzen zu folgen und Hebamme zu werden. Sie heißt eigentlich anders und arbeitet in einem großen Krankenhaus in Süddeutschland.

