MusikDie erstaunliche Geschichte einer Ausnahmegeigerin

Aus Heft 26/19

Lesezeit: 15 Min.

Pietsch mag Musik, die nicht gefällig ist. Sie sagt, man soll nicht gemütlich im Konzert sitzen.
Pietsch mag Musik, die nicht gefällig ist. Sie sagt, man soll nicht gemütlich im Konzert sitzen. Foto: Julia Sellmann

In ihrer Kindheit galt Franziska Pietsch in der DDR als großes Musiktalent. Dann floh ihr Vater in den Westen und das Regime blockierte ihre Karriere. Warum sie heute fast dankbar dafür ist.

Von Carolin Pirich

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Sie fragt: Vielleicht möchten Sie mich in Aktion sehen? Man hätte dann schon mal einen Eindruck. Sie schlägt vor, dass wir uns in einem Raum der Staatsoper Unter den Linden treffen. Es ist später Vormittag, die Februarsonne hängt milchig hinter Wolken, drinnen ist es stickig, und Franziska Pietsch nimmt den Bogen, greift die Geige am Hals und legt sie in einer fließenden Bewegung unters Kinn. Dann lässt sie die Geige schreien. Von null auf hundert. Die Geige kreischt, jammert, weint. Und dann löst sich der Ton fast in Luft auf, ganz zart. Sie will das so.

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