SZ-Magazin: Am Abend vor diesem Interview haben Sie ein Konzert gegeben. Auf dem Programm standen ein Marsch von Richard Wagner, ein irre virtuoser Liszt und die Hammerklaviersonate, die als schwierigste Sonate Beethovens gilt. Wie haben Sie danach geschlafen?
Igor Levit: Nicht gut. Ich habe ohnehin keinen guten Schlaf und wache dauernd auf, um zwei, um vier, um sechs. Aber heute kommt dieses Programm dazu. Vor allem die Hammerklaviersonate. Kein anderes Werk ist so intensiv, ich bin danach jedes Mal in einer Art finalem Erschöpfungszustand.
Musik»Da komme ich mir vor wie ein nicht erwischter Dieb«
Aus Heft 40/18
Lesezeit: 17 Min.

Igor Levit ist der vermutlich beste Pianist der Gegenwart. Weil er außerdem oft Kommentare zum Zeitgeschehen twittert, wird er meistens nur gefragt, was er von Trump und der Großen Koalition hält. Höchste Zeit, mit ihm über etwas ganz anderes zu reden: über Musik.
Interview: Max Fellmann und Alex Rühle Fotos: Fritz Beck