Mode»Ich fürchtete, nicht anerkannt zu werden«

Aus Heft 45/24

Lesezeit: 9 Min.

Übertriebene Silhouetten, viele Schichten, gern schwarz – der US-Designer Rick Owens, Jahrgang 1961, entwirft seine Mode am liebsten für sich selbst.
Übertriebene Silhouetten, viele Schichten, gern schwarz – der US-Designer Rick Owens, Jahrgang 1961, entwirft seine Mode am liebsten für sich selbst. Foto: Danielle Levitt

Der Modedesigner Rick Owens musste auf dem Weg zum Erfolg viel kämpfen: gegen seinen schwulenfeindlichen Vater, Scham und Alkoholismus. Ein Gespräch über die Frage, wie man Angst in Souveränität verwandelt. 

Interview von Thomas Bärnthaler

Das fünfstöckige Anwesen des gebürtigen Amerikaners Rick Owens, das gleichzeitig sein Atelier und Salon ist, liegt im 7. Pariser Arrondissement unweit des Musée d’Orsay. Früher hatte François Mitterand hier seine Büros. Heute ist der klassi­zistische Bau innen brutalistisch gebrochen: Stuck trifft Sichtbeton im Neonlicht. Eingerichtet sind die Räume mit klobigen Riesentischen und Sofafluchten aus derbem Kuhleder. Dazwischen ausgewählte Kunst: düstere Gemälde, schaurige Schrumpfkopf-Skulpturen aus Wachs, ein Tiefkühltresor mit Sperma eines berühmten Rappers hinter Panzerglas. Owens schlurft in Sneakers groß wie Boote durch sein Reich, dazu schwarze Kniestrümpfe, Shorts, Muskelshirt. Von seinen Fans wird er als »Lord of Darkness« verehrt – Stars wie Beyoncé, ASAP Rocky, Taylor Swift und Kanye West tragen seine Kreationen. Owens ist ein reflektierter, äußerst offener Gesprächspartner. Wenn ihm etwas wichtig ist, schnippt er mit dem Finger.

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