Die Schere gleitet durch den Stoff, ein leises Ratschen. Dann wirft Katrin Rieber das Netz, das mal ein Mückenschutz war, auf den Boden ihres Ateliers in Hamburg, trennt das durchsichtige Plastikfenster vom Rest des grünen Zeltstoffes und schmeißt auch dieses auf den wachsenden Stoffhaufen am Boden. Sie dreht das Zelt. »Ah, das hat ein Vordach«, sagt sie und freut sich. Ein Vordach bedeutet, dass es unterschiedliche Materialien gibt und vor allem mehr Stoff. Und das heißt: mehr Möglichkeiten für ihre Designs.
NachhaltigkeitWie aus alten Festivalzelten Regenmäntel werden
Aus Heft 19/26
Lesezeit: 5 Min.

Bald beginnt die Zeit der Musikfestivals – und damit auch der Müllberge, die zurückbleiben. Für Katrin Rieber sind sie eine Schatzgrube: Aus alten Zelten macht sie Mode.
Von Astrid Probst, Fotos von Fabian Zapatka
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