In Zeiten der digitalen Terminvergabe lässt sich für alles Mögliche »Slots« buchen, jetzt also auch für: Fanartikel kaufen. Zumindest, wenn es um die Pop-up-Stores der Band Oasis geht. Die Gallagher-Brüder touren noch bis November durch ausverkaufte Arenen weltweit und hinterlassen dabei bislang keine Spuren der Verwüstung, sondern Schneisen von babyblauen Shirts und Anglerhüten. Online waren die begehrtesten Artikel aus der Kooperation mit Adidas schnell vergriffen. Also standen die noch nicht versorgten Fans an temporären Shops wie in Manchester an – es sei denn, sie hatten sich, wie vom Veranstalter dringend empfohlen, frühzeitig im Internet ihr Zeitfenster gesichert und durften auf diese Art ohne Wartezeit an der Schlange vorbeiziehen, etwa um sich ein Logo-Hemd plus Bucket Hat zu sichern.
ModeDer ganze Merch nervt
Aus Heft 36/25
Lesezeit: 5 Min.

Oasis-Shirts, Lidl-Socken, Mode zum Filmstart: Auch in einer individualisierten Gesellschaft sucht der Mensch nach Gemeinschaft. Aber muss er deshalb ständig irgendwelche Fan-Produkte kaufen?
Von Silke Wichert
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