Ocean Vuong im Interview»Die USA sind verflucht«

Aus Heft 19/25

Lesezeit: 13 Min.

Oft musste Ocean Vuong über sich lesen, dass er aussehe wie ein Zwölfjähriger, aber so spreche, als ob er sehr viel Kafka und Tols­toi gelesen habe: »In Amerika liebt man es, die Jugend zu fetischi­sieren«, sagt er dazu.
Oft musste Ocean Vuong über sich lesen, dass er aussehe wie ein Zwölfjähriger, aber so spreche, als ob er sehr viel Kafka und Tols­toi gelesen habe: »In Amerika liebt man es, die Jugend zu fetischi­sieren«, sagt er dazu. Foto: Jody Rogac / Trunk Archive

Der amerikanische Schriftsteller Ocean Vuong wuchs in Armut auf, dann wurde er zum Literatur-Star. Im Interview erklärt er, wie Bücher seine Leidenschaft wurden, obwohl er erst mit 16 Jahren lernte zu schreiben, und warum schon immer der Schatten von Krieg und Tod über den USA lag.

Interview von Lars Reichardt

Ocean Vuong lebt seit 1990 in den USA, geboren wurde er 1988 in Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnam. Heute schreibt er nicht nur Bücher, er lehrt auch moderne Lyrik an der New York University, dorthin pendelt er regelmäßig drei Stunden von seinem Zuhause in Nort­hampton. Der Holzboden im Wohn­zimmer dort ist 150 Jahre alt, im Kamin brennt Feuer, Ocean Vuong serviert Oolong-Tee aus Taiwan.

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