Isabel Allende ist 1942 in Peru geboren, in Chile und im Libanon aufgewachsen, nach Venezuela geflüchtet und später in die USA migriert. Berühmt gemacht hat ihren Nachnamen Salvador Allende, der erste demokratisch gewählte marxistische Präsident der Welt. Von 1970 bis 1973 regierte er Chile – und war der Cousin ihres Vaters. Den Präsidenten sah Isabel Allende regelmäßig, ihren Vater hingegen nie mehr, nachdem sich ihre Eltern getrennt hatten, als sie ein Kleinkind war. Allende wurde dann früh Mutter: Mit 21 Jahren bekam sie ihre Tochter Paula, drei Jahre später den Sohn Nicolás. Keine drei Jahrzehnte später verlor Allende ihre Tochter. Sie starb mit 29 Jahren an einer genetisch bedingten Stoffwechselerkrankung. Der Tod ihrer Tochter veränderte sie für immer, schrieb sie. Auch wenn man das über viele Kunstschaffende sagt: Isabel Allende hatte ein wirklich bewegtes Leben – und Teil davon waren gleich mehrere schwere Schicksalsschläge.
Literatur»Ich kenne den Tod. Es ist nichts, wovor man sich fürchten muss«
Aus Heft 29/22
Lesezeit: 20 Min.

Isabel Allende, die berühmteste Schriftstellerin Lateinamerikas, wird 80 Jahre alt – und hat viel erlebt: schwere Schicksalsschläge, eine späte Liebe und eine Ehrung durch Barack Obama. Was sie sich jetzt noch wünscht, ist das Ende des Patriarchats.
Interview: Susan Djahangard Fotos: Matthew Scott