Liebe und PartnerschaftWas, wenn du meine große Liebe gewesen wärst?

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Der Glaube an ein Happy End kann zum Problem werden, wenn er einen Menschen davon abhält, im Jetzt zu leben. 
Der Glaube an ein Happy End kann zum Problem werden, wenn er einen Menschen davon abhält, im Jetzt zu leben.  Foto: istock/AleksandarNakic

Manchmal fragt man sich noch Jahre nach einer Begegnung oder gescheiterten Beziehung, ob einem damals der oder die Richtige entwischt ist. Vielleicht sogar, wenn man längst wieder in einer Partnerschaft ist. Warum es so schwer sein kann, von diesem einen Menschen loszukommen – und wie man es trotzdem schafft.

Von Cora Wucherer

V

Vor vier Jahren lernte ich einen Mann kennen, der mir zu gut schien, um wahr zu sein: Er spielte Gitarre, konnte singen, war lustig, intelligent, attraktiv. Er empfahl mir den »Distelfink« von Donna Tartt (es wurde mein Lieblingsbuch) und spielte mir seine Spotify-Playlist vor, von Animal Collective bis Ziggy Alberts (höre ich noch heute). Hätte ich eine Checkliste für meinen Traummann, müsste ich bei ihm alle Haken setzen. Bei unserem ersten Treffen – wir aßen Sushi, tranken Rotwein, redeten – ging er erst am nächsten Morgen nach Hause und mir danach nicht mehr aus dem Kopf. Wir trafen uns ein paar Mal, dann meldete er sich nicht mehr. Warum, erfuhr ich nie. Ich schrieb ihm Whatsapp-Nachrichten, dann Briefe, redete ununterbrochen über ihn. Jeden Mann, den ich nach ihm traf, maß ich an ihm. Ich dachte, er hätte meine große Liebe sein können. Noch heute stöhnen Freundinnen auf, wenn ich seinen Namen nenne. Warum ist es so schwer, diesen einen Menschen zu vergessen?

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