»Ich habe da eine Frau kennengelernt, wir sehen uns täglich, waren fünfmal gemeinsam im Urlaub, bauen ein Haus und haben zwei Kinder. Meine Frage: Sind wir jetzt zusammen?« Beim ersten Mal, als der Instagram-Algorithmus diesen Witz so oder so ähnlich in meinen Feed spülte, musste ich lachen. Beim zweiten Mal nicht mehr. Denn die Frage »Willst du mit mir gehen?« begleitet uns in all ihren Formulierungen seit der Grundschule. Aber »Ja«, »Nein« oder »Vielleicht« auf einem karierten Zettel anzukreuzen geht im Erwachsenenalter nicht mehr. Stattdessen stehen wir heute allzu oft vor der Blackbox Liebesverhältnis und wissen nicht, was drin ist. Ein Freund von mir studiert Physik und vergleicht Dating gern mit dem Gedankenexperiment von Schrödingers Katze: Solange man nicht anspricht, ob etwas eine Beziehung ist oder nicht, ist sie beides.
Liebe und PartnerschaftSind wir jetzt eigentlich zusammen?
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Zwei Menschen treffen sich, verlieben sich, verbringen viel Zeit miteinander, aber führen sie deshalb auch eine Beziehung? Warum das Zusammenkommen so schwierig geworden ist – und wie man es trotzdem schafft. Ein Leitfaden.
Von Cora Wucherer
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