Beziehung»Dort, wo man sich verbiegt, wird es schmerzhaft«

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Sich mit dem Partner zu einigen, kann sich schon mal wie an akrobatischer Akt anfühlen. Zum Glück gibt es dafür konkrete Strategien. 
Sich mit dem Partner zu einigen, kann sich schon mal wie an akrobatischer Akt anfühlen. Zum Glück gibt es dafür konkrete Strategien.  Foto: Getty Images

Von Sauberkeit und Urlaubsplanung bis zur Kinderfrage: Wie gut sich ein Paar einigen kann, bestimmt das Beziehungsglück. Aber was, wenn einer viel mehr gibt? Und wie findet man Kompromisse, die sich für beide richtig anfühlen?

Interview von Franziska Gerlach

SZ-Magazin: Warum ist es für viele Paare dermaßen schwierig, sich zu einigen?
Friederike von Tiedemann: Ich würde nicht sagen, dass Kompromisse grundsätzlich schwierig sind. Schwierig wird es dann, wenn wir ein Zugeständnis machen, das über unsere eigene Grenze hinausgeht. Und wenn jemand wiederholt die Erfahrung macht, dass er den Kürzeren zieht, kann das zu weniger Kompromissbereitschaft führen. Manchen Menschen fällt es aber auch insgesamt schwer, von eigenen Vorstellungen Abstand zu nehmen. Dem Partner entgegenzukommen, bedeutet ja immer auch ein Stück Verlust der eigenen Wünsche. Es bedeutet Verzicht.

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