Liebe und Partnerschaft»Im Stress kann man keine Liebesbeziehung führen«

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Der Paartherapeut Wolfgang Schmidbauer würde diesem Paar vermutlich raten, die Tür auch mal zu schließen. 
Der Paartherapeut Wolfgang Schmidbauer würde diesem Paar vermutlich raten, die Tür auch mal zu schließen.  Foto: iStock/visualspace

Wie meistert man das Homeoffice und lässt der Liebe trotzdem genug Raum? Ein Gespräch mit dem Paartherapeuten Wolfgang Schmidbauer über nachhaltige Lösungen, heilsame Zärtlichkeiten und die Notwendigkeit, den anderen auch mal aus dem Zimmer zu schmeißen. 

Interview: Thomas Bärnthaler

SZ-Magazin: Herr Schmidbauer, in der chinesischen Stadt Xi’an ist nach dem Lockdown im Frühjahr die Scheidungsrate in die Höhe geschossen. Wundert Sie das?
Wolfgang Schmidbauer: Nein. Auch bei uns hier in Europa werden die meisten Scheidungen nach Urlauben oder Wochenenden eingereicht. Gerade im Urlaub sind Paare viel beieinander. Konflikte können dann nicht dadurch neutralisiert werden, dass man sich, wie in der Arbeitswoche, separiert. Im Job oder im Büro kommt man auf andere Gedanken und führt einen Konflikt mit dem Partner danach nicht mehr weiter. Diese wichtige Möglichkeit fehlt einem im Homeoffice.

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