Liebe und Partnerschaft»Die Anzahl der Wörter erzählt nichts über die Lebendigkeit einer Beziehung«

Lesezeit: 10 Min.

In ihrer Praxis »Liebling + Schatz« in München erleben Birgitt Hölzel und Stefan Ruzas sehr oft, wie Paare unter dem zunehmenden Schweigen in ihrer Beziehung leiden.
In ihrer Praxis »Liebling + Schatz« in München erleben Birgitt Hölzel und Stefan Ruzas sehr oft, wie Paare unter dem zunehmenden Schweigen in ihrer Beziehung leiden.
Foto: auen60photography

Je länger Paare zusammen sind, desto weniger sprechen sie oft, auch Netflix und Smartphone tragen zum Verstummen bei. Das Paartherapeuten-Paar Birgitt Hölzel und Stefan Ruzas weiß, wie man miteinander im Gespräch bleibt – auch über Sex.

Interview von Marc Baumann

SZ-Magazin: Frau Hölzel, Herr Ruzas, Sie sind seit 1995 verheiratet und haben zwei erwachsene Töchter. Reden Sie heute weniger miteinander als früher?
Stefan Ruzas: Es gab eine Phase, als die Kinder gerade aus dem Haus waren, da haben wir weniger geredet. Ich hatte das Gefühl, ja die Furcht, jetzt wird meine Frau schweigsam. Als Rheinländer rede ich ohnehin mehr als sie. Das haben wir dann zum Thema gemacht, und inzwischen reden wir sogar mehr miteinander als früher. Wir haben gemerkt, wie wichtig es ist, im Gespräch zu bleiben – als Entscheidung für Lebendigkeit in einer Beziehung.

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