Leben und GesellschaftWie man Zivilcourage zeigt, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen

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Liegt jemand regungslos am Boden, sollte man die Person nicht einfach schütteln, sondern sie laut und deutlich ansprechen.
Liegt jemand regungslos am Boden, sollte man die Person nicht einfach schütteln, sondern sie laut und deutlich ansprechen. Foto: Getty Images / Jan-Otto

Was tun, wenn man in der U-Bahn einen Übergriff miterlebt? Wenn man einen Unfall sieht oder der Streit in der Nachbarwohnung zu eskalieren droht? Ein Kriminaloberrat und ein Zivilcourage-Trainer geben Tipps für das Verhalten in Notsituationen.

Von Kathrin Hollmer

A

Auf dem Heimweg vom Blutspenden war ich etwas wackelig auf den Beinen. In der U-Bahn war kein Sitzplatz frei, und weil ich nicht nach einem fragen (und mich erklären) wollte, blieb ich stehen. Schwerer Fehler. Am Zielbahnhof stolperte ich aus dem Waggon, auf dem Weg zu den Sitzbänken kroch ich auf allen Vieren. Danach fehlen mir ein paar Minuten. Als ich wieder zu mir kam, war gerade die nächste U-Bahn losgefahren. Ich kramte mein Handy aus der Tasche und rief meinen Freund an, der in der Nähe arbeitete und mich abholte.

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