BahnDer Mann, der seit 30 Jahren einen Bahnhof sauber hält

Aus Heft 37/26

Lesezeit: 6 Min.

Siebzig Jahre ist Karl Bürger alt, und seit siebzig Jahren liebt er die Eisenbahn.
Siebzig Jahre ist Karl Bürger alt, und seit siebzig Jahren liebt er die Eisenbahn.
Foto von Amelie Niederbuchner

Viele deutsche Bahnhöfe stinken, sind voller Graffiti und schmutzig, aber nicht in Walpertskirchen. In dem Örtchen kümmert sich Karl Bürger jeden Tag um den Bahnhof – ehrenamtlich. Warum diese Mühe?

Von Dorothea Wagner

D

Der Bahnhof in dem Ort Walpertskirchen sieht nicht aus, wie Bahnhöfe in Deutschland sonst aussehen. Kein voll­geschmiertes Wartehäuschen, kein zerbrochenes Glas auf dem Boden, keine beschädigten Bänke. Stattdessen wachsen in den Blumenbeeten neben den Gleisen rote und pinke Eisbegonien, die Wiese ist noch sommergrün und akkurat gemäht. Im Wartehäuschen hängen kleine Hinweisschilder mit Tipps für die Reisenden, auch einer mit einer Telefonnummer für Rückfragen. Es ist die Nummer von Karl Bürger.

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